Fotzhobl – A Fuaß in da Heh

Fotzhobl
Wer schmust is zamm und außerdem is schmusen superangenehm. Wer diese Zeilen singt, hat gewonnen. Oder sagen wir: Wer diese Zeilen singt, ohne kitschige Volksmusik oder pubertären Hip Hop zu machen, der hat gewonnen. Wenn Fotzhobl musizieren und singen, wie ihnen der Mund gwoxn is, wenn es ihnen gelingt, Heideggers Begriff des In-der-Welt-Seins im Rage-Against-The-Machine-Sound zu feiern (sowos von do!), wenn sie die Stadt Wien mit ihrem eigenen Lexikon (eh) in einer Hassliebestirade zerlegen, wenn wir als Hörer nach dem metalligen Schrei nach Frischluft chillige Kuschelatmosphäre à la Jack Johnson einatmen dürfen, dann stellt sich die Frage, ob Fotzhobl bodenständig oder experimentell, […] leicht notwendig oder goa essentiell sind, erst gar nicht. Denn wir haben gewonnen. Wir können zur urbanen Mundart-Mukke abrocken, unser eigenes Sudern und Trenzen zelebrieren und uns beim In-der-Stadt-Verlorensein zumindest musikalisch und sprachlich ein wenig zuhause fühlen. Kokolores verbreitet keine unangenehm peinliche #stolzdrauf-Atmosphäre, sondern erkundet Österreich und das Österreichische mit der adäquaten Grundhaltung: Raunzend-rau, kritisch-grindig, laut und wüd. (Stefan Pointner)

Zur Webseite:
www.fotzhobl.at

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